Intensivgruppen (IG)

(IG) Albatros

Rübezahlweg 29
73479 Ellwangen
Tel.: 07961 / 560556
Postfach 1205
ig.albatros@kinderheim-graf.de

(IG) Adler

Weidenstr. 13
73479 Ellwangen
Tel.: 07961 / 53591
Postfach 1205
ig.adler@kinderheim-graf.de

Die Intensivgruppen des Kinderheim Graf bieten jeweils vollstationäre Heimerziehung in einer dezentralen Wohngruppe mit 6 Plätzen, geschlechtsgemischt, im Schulalter an.

Das Besondere unserer Intensivgruppen ist eine engere Form der Betreuung.
Dieser individualpädagogische Ansatz soll Kindern mit Störungen oder Problemen in der sozialen Entwicklung bei der Integration helfen.

Unser spezielles Konzept ermöglicht es, Kinder und Jugendliche mit (drohender) seelischer Behinderung nach §35a des KJHG aufzunehmen und zu behandeln. Wir verstehen dieses Konzept auch als Nachsorge im Anschluss an einen Klinikaufenthalt.

Aufgenommen werden Kinder:

  • mit tiefgreifenden Entwicklungsstörungen, wie z.B. frühkindlichem, atypischem Autismus, bzw. Asperger Syndrom
  • mit Verhaltens- und emotionalen Störungen, Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS), Hyperkinetischem Syndrom (HKS), Schulverweigerung, ...
  • mit neurotischen, psychotischen oder Borderline-Störungen
  • mit reaktiven Störungen (z.B. aufgrund familiärer Belastungen)
  • mit Intelligenzminderung (z.B. Lernbehinderung, ...)
  • mit Störungen im Sozial-, Arbeits- und Leistungsverhalten
  • mit Verhaltensauffälligkeiten, bedingt durch körperliche Störungen und Faktoren, Minimale Cerebrale Dysfunktion (MCD), ...
  • mit Störungen und Probleme im Bezugs- und Familiensystem des jungen Menschen
  • für die eine Unterbringung in einem größeren Gruppenrahmen nicht möglich ist

Körperlich Behinderte im Sinne des § 39 BSHG werden nicht aufgenommen.

Unterkunft:

Jede Gruppe bewohnt ein eigenes Wohnhaus, integriert in das normale Wohnumfeld der Wohnsiedlung mit 2-3 Wohnetagen, Untergeschoss, Terrasse, Balkon und Garten.Wie in allen Gruppen wurde auch hier die Wohnungseinrichtung so gewählt, dass davon eine positive Wirkung auf das seelische Wohnbefinden der Kinder und Jugendlichen ausgeht. Auch hier wird dies durch den Wunsch bestimmt, eine gemütliche, wohnliche und damit reizarme Atmosphäre zu schaffen.

Schwerpunkte der Arbeit sind u.a:

  • Unterstützung in der Entwicklung von Beziehungs- und Gruppenfähigkeit
  • Neustrukturierung des Alltags der jungen Menschen
  • Entwicklung von Lebens- und Zukunftsperspektiven
  • überwindung von Störungen und Entwicklungsdefiziten im Bereich emotionaler, psychosozialer, kognitiver und körperlicher Entwicklung
  • Abbau und Vermeidung von negativen Karrieren (Delinquenz, Sucht, etc.)
  • Mobilisierung der Ressourcen des jungen Menschen und Entfaltung der Persönlichkeit
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Förderung des familiären Umfeldes und der Erziehungsbedingungen durch Eltern- und Familienarbeit
  • Erhalt und Entwicklung wichtiger und förderlicher Bezüge außerhalb der Familie
  • soziale Integration im Gemeinwesen

Elternarbeit:

Analog zu den Innengruppen sehen wir die Elternarbeit als eine der zentralen Aufgaben unserer Arbeit in den Intensivgruppen an.

Dabei gehen wir von der überzeugung aus, dass die Fremdunterbringung eines auffällig gewordenen Kindes auch in einer Intensivgruppe allein die Ursachen der Störung nicht auffängt.

Somit ist die Heimunterbringung nur als Sinnvoll anzusehen, wenn die Zeit der Jugendhilfemaßnahme auch zur Weiterentwicklung der Familie genutzt wird. Mit den Herkunftsfamilien der jungen Menschen in den Intensivgruppen wird in Familienseminaren und regelmäßigen Familiengesprächen gearbeitet.

 

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