Familienorientierte Unterstützungshilfe und Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)

Bei der Familienhilfe handelt es sich um eine aufsuchende Hilfeform für alle Formen von Familien, die sich im Erziehungsprozess von Kindern und Jugendlichen befinden.

Sie grenzt sich damit von Erziehungsberatung und Familientherapie als „Komm-Strukturen“ ab.

Schwerpunkte

in der Familienarbeit liegen in der gemeinsamen Weiterentwicklung der familiären Beziehungen, sowie dem Ausbau und der Weiterentwicklung der Erziehungsfähigkeit des Familiensystems. Weiter sehen wir einen Schwerpunkt der Familienarbeit in der Vermittlung und Einübung von Kenntnissen im pflegerischen, wirtschaftlichen und lebenspraktischen Bereich.

Arbeitsweise:

In der Familie kommt eine Fachkraft zum Einsatz. Sie kommt in regelmäßigem Rhythmus in die Wohnung der Familie zu ihrem Einsatz. Die Frequenz und der Unfang (Zahl der wöchentlichen Betreuungsstunden) des Einsatzes werden im Hilfeplan konkretisiert.
Aufgenommen werden Jugendliche und junge Erwachsene
ab 16 Jahren

Insbesondere in der Sozialpädagogischen Familienhilfe sind therapeutische Arbeitsgrundlagen eingebettet.

Hierbei handelt es sich unter anderem um:

  • die Klärung von Familienbeziehungen und –strukturen
  • die Bearbeitung von Konflikten und Störungen
  • die Förderung der Funktionalität der Familie
  • die Entwicklung der Persönlichkeit der Familienmitglieder

Bei uns arbeiten die therapeutischen Fachkräfte begleitend zum Familieneinsatz mit der Gesamtfamilie in regelmäßigen Abständen im familientherapeutischen Setting. Dabei wird in Familiengruppen (Familienseminare), oder auch im Einzelsetting gearbeitet. Angewandte Methoden sind dabei systemische Familientherapie, Gruppendynamik, Transaktionsanalyse und u.a. Hypnotherapie.

Die therapeutischen Fachkräfte und die FamilienhelferInnen verstehen sich als Team. Die Arbeit der FamilienhelferInnen vor Ort wird in regelmäßigen Arbeitsbesprechungen (Peergruppe) reflektiert.

 

MitarbeiterInnen:

Die MitarbeiterInnen für den Familieneinsatz sind erfahrene, sozialpädagogisch und fachausgebildete Personen. Sie müssen besonders belastbar, beweglich und kritikfähig sein. Im Abstand von 2 Wochen treffen sie sich, wie oben erwähnt, in Arbeitsbesprechungen mit den therapeutischen Fachkräften zu Fallbesprechungen, zur Kontrolle und Planung der Arbeiteinsätze.

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